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Sven Lehmann

Gottesglaube spiegelt sich im Gehirn wider

Gottesglaube spiegelt sich im Gehirn wider. Gläubige Menschen besitzen eine Beziehung zu Gott, die derjenigen zu einem realen Menschen stark ähnelt. Zu diesem Schluss kommt der dänische Neuropsychologe Uffe Schjødt von der Universität Aarhus. Er beobachtete bei 20 gläubigen Christen, was sich während des persönlichen Gebets im Gehirn abspielt. Die dabei stattfindende Begegnung sei keineswegs mystisch, sondern real, so der dänische Forscher im Wissenschaftsmagazin New Scientist. Die Ergebnisse seien ein Beweis dafür, dass betende Menschen glauben, zu jemandem Realen zu sprechen, was sowohl für Atheisten als auch für Christen eine gute Botschaft sei.

Die Versuchspersonen wurden mit der funktionellen Magnetresonanztomographie beobachtet, als sie ein freies Gebet formulierten. Um einen Vergleich zu erhalten, bat man die Probanden, Wünsche an den Weihnachtsmann zu richten. Der Unterschied war deutlich. Der Weihnachtsmann wurde als reine Fiktion erlebt, während man Gott als
reales Gegenüber empfand. Im freien Gebet entwickelten die Probanden die gleichen Gehirnströme, die im Gespräch mit einer Person auftreten, der man eigene Gefühle, Motive und Meinungen zugesteht. Die Betenden versuchten auch abzuschätzen, wie das Gegenüber auf das Gesagte reagieren würde, und erinnerten sich an frühere Begegnungen. Der Weihnachtsmann rief hingegen dieselben Reaktionen hervor, die gegenüber unbelebten Objekten oder beim Computerspiel ausgelöst werden.

Atheisten sehen ihre Ansicht bestätigt, dass alles Einbildung ist, während Christen es als Beweis für die Existenz Gottes werten. Uffe Schjødt

Welchem Schema ritualisierte Gebetsformeln folgen, wurde in einem zweiten Experiment erhoben. Man bat die Probanden, das Vaterunser zu beten sowie in einem weiteren Schritt einen Kinderreim aufsagten, den sie zuvor auswendig gelernt hatten. Hier konnten die Forscher im Gehirn keine Unterschiede feststellen. Sowohl bei der Gebetsformel als auch beim Kinderreim waren diejenigen Regionen aktiv, die für das Aufrufen gelernter Inhalte verantwortlich sind.

Der zuletzt 2008 erstellte Religionsmonitor berichtet, dass:

  • 28 Prozent der Christen das Gebet für sehr wichtig halten, während es für
  • 23 Prozent eine mittlere und für
  • 47 Prozent eine niedrige Bedeutung hat.

Auch wenn sie im Experiment dieselben Aktivitätsmuster hervorriefen wie ein auswendig gelernter Reim, hätten ritualisierte Gebetsformeln in der Glaubenspraxis ebenso Berechtigung wie das persönliche, frei formulierte Gebet.

Gebete so hilfreich, wie das direkte Gespräch mit einem Menschen?

Wie oft hilft das richtige Wort zur rechten Zeit? In meiner Coaching-Praxis erlebe ich es immer wieder, wie sehr tiefgreifende Erkenntnisse das Ergebnis von Gesprächen sein können. Die genaue Antwort auf die Frage, ob denn nun (ein) Gott existiert, wäre mir nicht so wichtig, wie die Erkenntnis, dass für den Gläubigen sein Glauben hilfreich ist!

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