Coaching E-Mail-Bearbeitung! Wer kennt das nicht? Der Postkasten vom E-Mail-Eingang läuft über und bei jeder neuer E-Mail macht es "kling"! Wie sehr diese tolle technische Errungenschaft die Konzentration behindert und so die Arbeitseffizienz senkt, das hat jetzt eine aktuelle Studie der Cardiff University beleuchtet. Eine Checkliste zum Selbst-Coaching für den zukünftig effizienten Umgang mit E-Mail-Benachrichtigungen finden Sie am Ende des Coaching-Beitrages.
Die sogenannte Sägezahn-Kurve ist in der Management-Praxis hinlänglich bekannt. Die Konzentration leidet massiv, wenn es zu Störungen durch die Umgebung kommt. Wie klein diese Störungen sein können, um schon massive Konzentrationsunterbrechungen zu erzeugen haben sich englische Wissenschaftler genauer angeschaut. Ihren Erkenntnissen nach genügen schon die kurzen E-Mailbenachrichtigungen, um den Arbeitsablauf empfindlich zu stören. Dass E-Mails, Social Networking und Instant Messaging immer mehr an wertvoller Arbeitszeit rauben, ist hinreichend bekannt. Nun haben Forscher an der Cardiff University aber nachgewiesen, dass bereits die kurzen Pop-ups, die den Erhalt einer neuen E-Mail anzeigen, die Konzentration negativ beeinflussen bzw. unterbrechen.
Neue Erkenntnisse?
Laut der Studie "Now Where Was I?" verlängert sich die Dauer bis zur Beendigung eines Arbeitsschritts als Folge der Ablenkung. Die Computernutzer müssten sich demnach erst neuerlich konzentrieren und erinnern, an welchem Punkt ihrer Arbeit sie stehen geblieben sind.
Experten empfehlen Abstellen von Pop-ups
Um sich wirklich auf die Arbeit konzentrieren zu können, empfehlen die Experten, E-Mailprogramme oder Instant Messenger komplett abzudrehen. Normalerweise genügt das, um Anfragen zeitgerecht zu beantworten. Muss ich dazu Experte sein, um das als Erkenntnis zu gewinnen?
Die Konzentration wird laut Psychologen schon dann gestört, wenn die Unterbrechung nur wenige Augenblicke dauert.
Wir müssen dann herausfinden, wo wir gerade waren und was wir als nächstes machen wollten, bevor wir mit der Arbeit im ursprünglichen Tempo fortfahren können. Helen Hodgetts, Cardiff University
Die Forscher fanden allerdings auch heraus, dass Audio-Benachrichtigungen, noch bevor ein Pop-up auf dem Bildschirm erscheint, die Konzentrations- störungen etwas abschwächen können. Jene Probanden, die eine Audio-Information vorab erhielten, schnitten bei den Tests etwas besser ab als der Rest. Laut den Experten würden auch kleinere, weniger aufdringliche visuelle Benachrichtigungen der Konzentration weniger schaden.
E-Mail-Benachrichtigungs-Coach
Wenn man also den Forschern glaubt, dann ist es wohl besser automatische Benachrichtigungen entweder abzustellen oder deren Wahrnehmung bei wichtigen und dringenden Aufgaben auszuschließen. Für mich hat diese Erkenntnis grundlegenden Organisations-Charakter! Wenn ich mich ständig durch die Einwirkung von anderen ablenken lasse, so muss ich mich nicht über mangelnde Effizienz meiner Arbeitsergebnisse wundern. Aus meiner Sicht kann dieser, absolut notwendige, Kommunikations- und Informations-Strom kanalisiert werden. Wie genau? Dazu die kleine Coaching-Checkliste, wie oben angekündigt:
Beherrschen Sie Ihr E-Mail-Programm
Es gibt eine Reihe nützlicher Funktionen, die auch automatisch ablaufen, um eine Vorsortierung eingehender E-Mails zu erreichen.
Schaffen Sie sich eine Zeit am Tag oder in der Woche, in denen Sie die Beantwortung und Verarbeitung von E-Mails "am Stück" erledigen.
Versuchen Sie Ihren E-Mail-Eingangs-Ordner so "sauber" wie möglich zu halten.
Teilen Sie Ihren Kommunikationspartnern mit, in welchem Zeitraum sie normalerweise mit einer Antwort rechnen können.
Überdenken Sie Ihre Einstellung zum Thema E-Mail. Früher haben Briefe manchmal auch etwas länger gebraucht.
Überprüfen Sie die von Ihnen abonnierten Newsletter von Zeit zu Zeit, das wirkt wahre Wunder, wenn Sie feststellen, dass Sie den einen oder andren Dienst gar nicht mehr richtig lesen!
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Hallo Herr Lehmann,
danke für den schönen Beitrag. Über das Thema habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht - abrufbar hier: http://www.die-ordnungsprofis.de/2009/11/erholsamer-e-mail-posteingang/
Herzliche Grüße
David Gerlach
Ein aktuelles und scheinbar immer brennd werdendes Thema.
In der täglichen Praxis erlebe ich aber vielfach auch eine totale Überforderung durch Unkenntnis im Umgang mit dem eigenen E-Mail-Programm.
Während für das Führen eines Autos eine Qualifikation erforderlich ist, scheint vielen Menschen nicht aufzugehen, dass auch die Bedienung eines PCs / E-Mail-Programms eine gewisse Beschäftigung mit der Materie - sprich ein Lernprozess - erfordern.
Umdenken bzw. Paradigmen-Wechsel scheint mir hier dringend notwendig.
Wir freuen uns über Ihre Notizen & Kommentare
Sven Lehmann
Hier schreibt Sven Lehmann aus seinen Erfahrungen als Berater, Coach und langjähriger Unternehmer in Leipzig und darüber hinaus über seine Ansichten, Coaching, Ideen und vor allem als Mensch. Als Berater muss man ein Buch schreiben, so heißt es. In Zukunft wird es lauten: »Als Mensch musst du ein Blog schreiben!« und als Berater oder Coach bin ich zu allererst Mensch.
Sven schreibt zum Beitrag: Coaching ist ein Weg zur Erneuerung »Ein gutes Bild, die Bäume bekommen Blätter und verlieren die Blätter.
Die Bäume wachsen und wachsen und wenn sie nicht mehr wachsen, dann sterben sie, dann sind... Kommentar lesen ...
Kaja Raven schreibt zum Beitrag: Superlativ - die letzte Steigerung? »@Rolf Carpentier:
"Der aktuelle Wetterbericht des Wetterdienstes wird doch von der aktuelleren Wetter-Berichterstattung eines Reporters vor Ort getoppt, ist s... Kommentar lesen ...
Mora2011 schreibt zum Beitrag: Superlativ - die letzte Steigerung? »Das Steigern von Superlativen (absoluter Superlativ -> Elativ) ist sinnlos und unterstreicht nicht den "absoluten" Wert einer Handlung, Aktion bzw. Wichtigke... Kommentar lesen ...
Valentina Sandler schreibt zum Beitrag: Von Kaffee und grünem Tee »Mate Tee ist ebenfalls sehr zu empfehlen, enthält Tein und Vitamine der B-Gruppe. Am besten verwendet man für die Teezubereitung reines, mineralstoffarmes Wasse... Kommentar lesen ...
Rolf Carpentier schreibt zum Beitrag: Anglizismen - Index online »Wobei Trainer ebenso wie Coach dem Englischen entstammt und kein deutsches Wort ist, wie doch in meinem Beitrag oben noch aufgezählt; so sehr sind Trainer, Trai... Kommentar lesen ...
TM schreibt zum Beitrag: Coaching im Vertrieb »Schade, Umfrage nicht mehr online. Hätte mich mal interessiert was das für Fragen zum gewesen wären. Hoffe der Befragungsbogen brachte effiziente Ergebnisse.... Kommentar lesen ...
Im Coaching kann man den Coach als eine Art Architekt für die Gestaltungs-Ideen-Reflexion der Zukunft sehen. Die Rolle als Coach ist dabei klar definiert: Ich unterstütze Menschen in Veränderungsprozessen und kritischen Situationen oder beim Meistern von Herausforderungen. Coaching ist also auch eine Form von Brückenbauen in die Zukunft.
10.12.09, Coach, Coaching
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2 Kommentare bisher
Hallo Herr Lehmann,
danke für den schönen Beitrag. Über das Thema habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht - abrufbar hier: http://www.die-ordnungsprofis.de/2009/11/erholsamer-e-mail-posteingang/
Herzliche Grüße
David Gerlach
Ein aktuelles und scheinbar immer brennd werdendes Thema.
In der täglichen Praxis erlebe ich aber vielfach auch eine totale Überforderung durch Unkenntnis im Umgang mit dem eigenen E-Mail-Programm.
Während für das Führen eines Autos eine Qualifikation erforderlich ist, scheint vielen Menschen nicht aufzugehen, dass auch die Bedienung eines PCs / E-Mail-Programms eine gewisse Beschäftigung mit der Materie - sprich ein Lernprozess - erfordern.
Umdenken bzw. Paradigmen-Wechsel scheint mir hier dringend notwendig.
Wir freuen uns über Ihre Notizen & Kommentare