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Leipzig: Messestadt lockt mit niedrigen Lebenshaltungskosten

Wer in Leipzig lebt, hat es gut - so das Ergebnis von Studien und Statistiken zu den Lebenshaltungskosten deutscher Metropolen. Die Wirtschaft der sächsischen Großstadt boomt und macht die Messestadt vor allem bei jungen Leuten immer beliebter. Schaut man sich die Kosten für die Lebensführung einmal genauer an, spricht tatsächlich viel dafür, sich in Leipzig niederzulassen. Besonders für jüngere Arbeitnehmer ist es sehr attraktiv: Sie mieten sich dort eine preisgünstige Wohnung und pendeln zum Arbeiten ins Leipziger Umland, zum Beispiel nach Eilenburg.

Einziger Wermutstropfen ist das Einkommen aus Lohn und Gehalt. Es landet für Leipzig im Großstadt-Ranking auf dem letzten Platz. Dass sich die Leipziger dadurch jedoch nicht die Freude am Leben verderben lassen, zeigt eine Studie des deutschen Meinungsforschungsinstituts GfK aus 2013: Leipzig ist die Großstadt, in der die meisten Menschen zufrieden leben.

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Kostengünstiges Wohnen

Auch wenn das monatliche Bruttoeinkommen in der sächsischen Metropole mit durchschnittlich zirka 2.850 Euro 12 Prozent unter dem anderer deutscher Großstädte liegt, punktet der Wirtschaftsstandort (noch) mit verhältnismäßig niedrigen Wohnungsmieten: Wer dort eine Bleibe sucht, muss lediglich 5,70 pro Quadratmeter bezahlen. Von den im bundesdeutschen Vergleich unterdurchschnittlichen Mietkosten profitieren nicht nur junge Arbeitnehmer, sondern auch Studenten, Hartz-IV-Empfänger und Rentner am meisten.

Studierende beispielsweise zahlen zwischen 170 und 270 Euro monatlich (Nebenkosten inklusive) für ein etwa 18 qm großes Zimmer in einer WG oder im Studentenwohnheim. Der genaue Mietpreis richtet sich natürlich danach, in welcher Lage sich das Wohnobjekt befindet und mit wie viel Komfort der angehende Akademiker leben möchte. In den letzten 10 Jahren lässt sich jedoch auch in Leipzig ein Anstieg der Mietpreise und der Kosten für den Lebensunterhalt insgesamt feststellen.

Weitere Lebenshaltungskosten

Zur Miete müssen noch Ausgaben für Lebensmittel, Bekleidung, Freizeit-Vergnügen (Kino, Konzert, Mitgliedschaft im Sportverein etc.), Bildung, für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und andere Lebenshaltungskosten, die von der individuellen Lebensführung abhängig sind, addiert werden.

Auch wenn die Energiekosten in den neuen Bundesländern zirka 10 % höher als in westdeutschen Großstädten sind, können Leipzigs Einwohner sogar beim Kauf von Lebensmitteln, Kosmetika und Kleidung sparen.

Für Essen und Trinken geben die Studierenden etwa 135 Euro pro Monat aus. Die niedrige Summe mag überraschen, ist aber für Leipziger Verhältnisse durchaus realistisch, da die Preise für Nahrungsmittel und sogar Besuche in Restaurants lediglich bei 77 Prozent des bundesrepublikanischen Durchschnitts liegen.

Hinzu kommen Ausgaben für Kosmetik, Körperpflege und Bekleidung. In Freizeit-Vergnügen investieren die Jung-Akademiker immerhin bis zu 50 Euro. Und wer auf mobile Kommunikation nicht verzichten kann oder möchte, plant dafür noch einmal zirka 50 € ein.

Im Semesterbeitrag von 202 Euro (Wintersemester 2016/17) ist die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs vollumfänglich enthalten. Das MDV-Vollticket ist sogar ganzjährig nutzbar. Für nicht vorhersehbare Ausgaben werden im Durchschnitt monatlich 35 Euro veranschlagt.

In Leipzig Studierende, die über einen eigenen Pkw verfügen, rechnen weitere Kosten in Höhe von 125 Euro hinzu.

Insgesamt ergeben sich für nicht motorisierte Studenten damit Lebenshaltungskosten von 320 Euro, zu denen man noch die Wohnungsmiete addiert. Junge Menschen, die gleich im Anschluss an das Abitur die Universität Leipzig besuchen, sind meist noch bei ihren Eltern versichert, sodass sie die Kosten für Kranken- und Haftpflichtversicherung einsparen können.

Allerdings müssen sie noch (unregelmäßig anfallende) Ausgaben für Bücher und andere Lernmaterialien hinzurechnen. Wie hoch diese sind, richtet sich nach dem gewählten Studiengang.

Für wen das Umland von Leipzig eine echte Wohn- und Lebensalternative sein kann, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Die Stadt Eilenburg zum Beispiel punktet nicht nur mit Natur, sondern auch mit einer sehr guten Verkehrsanbindung.

Fazit

In puncto Lebenshaltungskosten lebt es sich in Leipzig generell günstiger als in anderen Großstädten. Die Einwohner der weltbekannten Messestadt haben trotz ihres niedrigeren Arbeitseinkommens keine Einbußen durch Lebenshaltungskosten wie Bewohner vor allem westdeutscher Metropolen. Es besteht also offenbar tatsächlich ein Zusammenhang zwischen geringerer Kaufkraft und niedrigerem Preisniveau.

Verwendete Quellen:

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1 Kommentare bisher

1 Katja schreibt am 31.01.17:

Die Höhe der Lebenshaltungskosten ziehen entweder neue Bewohner an oder lässt einige gehen. Dies hier klingt in jedem Fall sehr interesant. So wird sich mit der Zeit sicherlich die Bewohneranzahl ändern.

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