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Sven Lehmann

Wer zu lange arbeitet, lebt gefährlich!

Wer zu lange arbeitet, lebt nach einer Studie gefährlich. Die Unfallgefahr steigt nämlich mit der Zahl der Überstunden rapide an, berichtet BBC-Online . Das Risiko steigt, berichten die Forscher um Allard Dembe um 61 Prozent, wenn die Normal-Arbeitszeit überschritten wird.

Wer mehr als 12 Stunden täglich arbeitet, lebt tatsächlich gefährlich, denn das Risiko sich zu verletzten oder krank zu werden, steigt um 23 Prozent. Das ergab jedenfalls die Untersuchung von mehr als 110.000 Arbeitsperioden im Zeitraum zwischen 1987 bis 2000. Eine Arbeitsperiode ist der Zeitraum, in dem ein Arbeitnehmer bei einer Firma beschäftigt ist. Wenn nach dieser Methode gezählt wird, ist es möglich, dass einige Arbeitnehmer mehrfach genannt werden. Dembe hat festgestellt, dass die Gefährdung nicht mit der Tätigkeit per se zu tun hatte. "Die Studienresultate machen deutlich, dass die Gefahr von alltäglichen Tätigkeiten und vom Stress ausgeht", berichtet der Experte im Fachmagazin Occupational and Environmental Health.

Anhand der Aufzeichnungen des Forscherteams konnten 5.139 arbeitsbedingte Verletzungen und Krankheitsfälle festgestellt werden. Darunter waren stressbedingte Krankheiten, Verbrennungen, Schnitt- und Muskelverletzungen. Mehr als die Hälfte der Erkrankungen passierte in Jobs, in denen lange gearbeitet wurde. Daraus zogen die Forscher den Schluss, dass zu viele Überstunden die Verletzungsgefahr wesentlich erhöhte.

Fazit

Ein Regulativ wie das von der EU geforderte Maximalarbeitslimit von 48 Wochenstunden in der so genannten EU-Arbeitszeitrichtlinie ist demnach zu begrüßen. Nach Erhebungen arbeiten in Großbritannien 14 Prozent der aktiven Beschäftigten - das sind 3,6 Millionen - mehr als 48 Stunden pro Woche. Nach der Erhebung des so genannten Arbeitsklimaindex 2004, durchgeführt von der Arbeiterkammer Oberösterreich, haben 18 Prozent der Arbeitgeber angegeben, mehr als 45 Stunden pro Woche zu arbeiten. 17 Prozent geben an zwischen 40 und 45 Stunden zu arbeiten.

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1 Kommentare bisher

1 Rolf Carpentier schreibt am 17.12.06:

Zu dem Text fallen mir mehrere Gedanken ein. Zwei davn möchte ich kurz ausführen:

Es heißt: "Mehr als die Haelfte der Erkrankungen passierte in Jobs, in denen lange gearbeitet wurde. Daraus zogen die Forscher den Schluss, dass zu viele Ueberstunden die Verletzungsgefahr wesentlich erhoehte."

Die Schlussfolgerung stimmt sicherlich so auch schon. Stimmt der Schluss - rein auf die Stunden bezogen - aber auch hinreichend? Oder kann es nicht zusätzlich (!) bzw. ausschlaggebender sein, daß dort, wo viele Ueberstunden erforderlich werden, per se mehr Druck herrscht, rascher und vielleicht sogar unsorgfältiger gearbeitet werden muß, damit das Pensum erfüllt werden kann, und daß d e s w e g e n auch die Verletzungsgefahr wesentlich erhöht worden ist? Als weiterer wesentlicher Faktor werden wir noch die Uebermuedung haben, mit der Folge von Unsorgfältigkeiten und Unachtsamkeiten.

Mich überrascht noch etwas:

Es heißt für Oesterreich, daß: "18 Prozent der Arbeitgeber angegeben, mehr als 45 Stunden pro Woche zu arbeiten" und in Großbritannien "arbeiten ... 14 Prozent der aktiven Beschäftigten ... mehr als 48 Stunden pro Woche".

Da scheinen die Selbständigen (spezielle die Arbeitgeber) in Österreich pro Woche nicht länger zu arbeiten, als die Gesamtheit der Arbeitenden (also durchaus incl. Selbständige bzw. auch incl. der Arbeitgeber) in GB. Irgendwie empfinde ich die sich ergebende "kurze" Arbeitszeit der österreichischen Arbeitgeber (82 % arbeiten höchstens 45 Stunden pro Woche) seltsam anmutend, ja mir unwahrscheinlich klingend.

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