Maßstab persönlicher Beurteilung

Wer ist das Maß der Dinge? Seneca hat sich vor 2000 Jahren darüber schon den Kopf zerbrochen.

Wer ist das Maß der Dinge? Seneca hat sich vor 2000 Jahren darüber schon den Kopf zerbrochen.

Nichts macht uns größere Beschwer, als wenn wir auf das Geschwätz der Menge hören und in ihrem Beifall, wie es so oft geschieht, einen Maßstab für das Gute sehen. Lucius Annaeus Seneca

3 Gedanken zu „Maßstab persönlicher Beurteilung“

  1. Ist es nicht verwunderlich, daß Stammtische und Menschenmengen – bei nüchterner Betrachtung gesehen – in ihrer Beurteilung bzw. in ihrem Urteil oft meilenweit fehlen? Man sollte doch vielmehr meinen, daß viele Gehirne die Leistung einzelner Gehirne merklich verbessern werden … Aber offensichtlich ist häufig das Gegenteil der Fall.

    Ich vermute, das kommt durch eine Art Gleichschaltungsmechanismus der Gefühle zu einem Massengefühl. Und Gefühle liegen nun mal nicht immer richtig, und Gefühle sind vor allem schwankend, und wenn nicht genügend ratiokontrolliert, auch hin und wieder meilenweit fehlend.

  2. Das leicht einhergehende Übereinstimmen mit einer Gruppe bzw. das bereitwillige individuelle Angleichen passiert nicht nur unter dem Einfluß von Drogen, sondern generell doch oft (überraschend) bei Beteiligung an zielorientierten, größeren Menschenmassen.

    Einige mögliche Verhaltens-Erklärungen der Gleichschaltung könnten doch sein:

    Art der Hypnose?
    Angst nicht dazu zu gehören bzw. Außenseiter zu sein?
    Ein andauerndes Glücksgefühl geniessen zu können, den Trieben auf ungewohnte Art freien Lauf lassen zu können?
    Machtrausch?
    Kollektive Übermacht spüren?
    Auch ungesühnt bleibender archaischer Sadismus?
    Mal Unrecht tun (etwas gegen das eigene Gewissen tun) und sich frei der Verantwortung fühlen?
    Rausch spüren und genießen wollen, entstanden aus der Meinungs- und Gefühlskongruenz mit der Masse?
    Bindungsglück?
    Genetisch vorhandener Herdentrieb?

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